Poolchemie 101
Die paar Werte, die dein Wasser sicher und klar halten, verständlich erklärt.
- pH-Wert
- Wie sauer oder basisch das Wasser ist, auf einer Skala von 0 bis 14. Für Pools sind 7,4–7,6 das Ziel. Ein unpassender pH-Wert brennt in den Augen, greift die Technik an und lässt Chlor schlecht arbeiten.
- Alkalinität (Säurekapazität, TA)
- Das Puffervermögen des Wassers: der „Stoßdämpfer“ für den pH-Wert. Ziel etwa 60–120 mg/l. Zu wenig, und der pH-Wert springt; zu viel, und er klettert nach oben und das Wasser trübt ein. Im Fachhandel und auf Testsets steht dafür oft Säurekapazität Ks 4,3.
- Freies Chlor (FC)
- Das aktive Desinfektionsmittel, das Keime und Algen abtötet. Der Zielwert steigt mit der Cyanursäure (etwa 7,5 % davon).
- Gebundenes Chlor (CC)
- Verbrauchtes Chlor, das an Verunreinigungen gebunden ist: genau das, was reizt und nach „Chlor“ riecht. Über 0,5 mg/l ist es Zeit für eine Stoßchlorung.
- Cyanursäure (CYA)
- Stabilisator oder Konditionierer: der „Sonnenschutz“ fürs Chlor. Sie schützt das Chlor vor Sonnenlicht, aber zu viel davon schwächt die Desinfektionskraft. Ziel 30–50 mg/l (60–80 bei Salzwasser).
- Calciumhärte (CH)
- Gelöstes Calcium. Zu wenig greift Putz an und korrodiert Metall; zu viel setzt Kalk an und trübt das Wasser. Für verputzte Becken sind 250–450 mg/l das Ziel.
- Salz
- Natriumchlorid, aus dem eine Salzelektrolyse ihr Chlor erzeugt. Üblicher Zielwert etwa 3.200 mg/l, sieh im Handbuch deiner Zelle nach.
- LSI (Langelier-Sättigungsindex)
- Eine einzige Zahl aus pH-Wert, Temperatur, Calcium und Alkalinität, die sagt, ob das Wasser im Gleichgewicht ist, Kalk ansetzt oder angreift. Ziel ist ungefähr −0,3 bis +0,3.
- Stoßchlorung
- Das freie Chlor stark anheben (etwa 40 % der Cyanursäure), um Algen abzutöten und Verunreinigungen wegzubrennen, und diesen Wert halten, bis das Wasser klar ist.
- mg/l (ppm)
- Milligramm pro Liter, die Einheit der meisten Poolwerte. Zahlenmäßig identisch mit ppm (parts per million), das auf importierten Testsets steht.